Meisenfütterung BBQ

Grillen aus Leidenschaft.

Schweinefilet mit Pfefferkruste von der Planke

| 2 Kommentare

Schweinefilet ist ein sehr leckeres Fleisch, wenn man es richtig zubereitet. Hält man sich an die Kerntemperatur, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

Diesmal ist ein Filet von der Planke an der Reihe. Das Fleisch wird auf Holz schonend zubereitet, da es nicht der direkten Hitze ausgesetzt wird und bekommt dabei noch eine Rauchnote ab.

Dünn aufgeschnitten ist geplanktes Fleisch auch als Brotbelag sehr zu empfehlen.

Wußtet ihr, dass schon die Indianer ihre Nahrung auf Holz zubereiteten?

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Das Schweinefilet bekommt noch eine besondere Geschmacksnote verpasst. Ich habe eine Pfefferkruste ausgewählt.

Beilagen sind bei uns auch ein wichtiger Bestandteil des Essens. Diesmal reiche  ich Fagiolini alla genovese zum Fleisch. Dies ist ein grünes Bohnengericht aus Ligurien, das als Geschmacksträger unter anderem eingelegte Sardellen hat.

Wahrscheinlich ist mir das Gericht wegen der Sardellen sofort ins Auge gefallen. Wir sind absolute Sardellenfans und haben erkannt, dass diese kleinen Fische bei der Essenszubereitung wie ein Gewürz anzusehen sind. Wer also glaubt, der Fisch dominiert im Gericht, täuscht sich hier sehr gewaltig. Den Geschmack kann man nicht in Worte fassen. Hier muss man wirklich selber mal probiert haben.

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Schweinefilet à ca. 400 g
  • 4 TL gemischte Pfefferkörner ( Ich hatte schwarzen, roten, grünen und Szechuan Pfeffer gewählt.
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 gewässerte Planke ( mindestens 1 Stunde )

Für die ligurischen grünen Bohnen:

  • 600 g Prinzessbohnen
  • 1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 4 eingelegte Sardellen, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • Salz und Pfeffer

Für die Pfefferkruste müssen die Pfefferkörner in der Pfanne geröstet…

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und anschließend im Mörser fein zerstoßen werden. Beim Rösten steigt ein unglaublich leckerer Geruch in die Nase, der die Vorfreude auf das Essen noch weiter steigen läßt.

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Das parierte Fleisch wird vor der Filetspitze etwa 1 cm eingeschnitten, umgeschlagen und mit Küchengarn festgebunden. Das hat den Grund, dass das Fleisch an der Stelle sehr dünn ist und die Gefahr besteht, dass es an der Stelle zu durch werden könnte.

Das Filet wird dann mit Olivenöl eingerieben und mit der Pfeffermischung und Salz gewürzt.

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Diese Planke habe ich einige Stunden gewässert, damit sie beim Planken nicht sofort abfackelt.

Man kann das Holz auch in Wein oder Bier einlegen, was dem Grillgut dann das gewisse Aroma abgibt. Ich habe es aber noch nicht ausprobiert…wird wohl langsam mal Zeit, auch dieses zu testen.

Ich habe auch schon von  in Whisky eingelegten Planken gehört, was mir persönlich doch etwas zu schade wäre. Viele verwenden dann alternativ Holz von Whisky-Fässern.

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Wenn die Kugel 180 °C- 200 °C erreicht hat, wird die gewässerte Planke über direkter Hitze ca. 5-10 Minuten bei geschlossenem Deckel angekokelt. Es wird eine starke Rauchentwicklung zu sehen sein.

Dann werden die gepfefferten Filets darauf gelegt und weitere 5 Minuten der direkten Hitze ausgesetzt, bevor es dann im indirekten Bereich weitergeht. Normalerweise drehe ich das Brett nach dem Ankokeln um und lege das Grillgut auf die angekokelte Seite. Bei uns war die Planke aber schon arg verkokelt, so dass ich mich für das zuvor beschriebene Verfahre entschied. Bei der Kerntemperatur von 63°C kommt das Fleisch vom Grill. Für mich ist diese Kerntemperatur perfekt. Das Fleisch wird anschließend noch in Alufolie gewickelt und gart dort noch etwas weiter. In vielen Rezepten wird Schweinefilet bis 67°C gegart und sogar die Kerntemperatur von 70°C habe ich schon in einem Rezept entdeckt.

Wer aber ein wirklich saftiges Filet erhalten möchte, sollte sich an eine Kerntemperatur zwischen 62 ° C  und 64 ° C halten.

Um die Kerntemperatur zu messen, stecke ich das Thermometer an der dicksten Stelle seitlich in das Fleisch.

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Wenn das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat und sich noch etwas in Alufolie ausruhen darf, kommt die schnell zubereitete Beilage an die Reihe.

Die Bohnen habe ich schon einige Stunden vorher gesaübert, ca. 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert, kalt abgeschreckt und abtropfen lassen. Für mich müssen sie noch Biss haben, da ich kein Freund von matschigem Gemüse bin.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, Butter darin schmelzen, Sardellen, Petersilie und Knoblauch hineingeben und unter Rühren andünsten.

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Dann die Bohnen untermischen, kurz mitgaren und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Sowohl das Schweinefilet mit der sehr aromatischen Pfefferkruste, als auch die Bohnenbeilage bieten ein tolles Geschmackserlebnis.

Ein tolles Gericht, das wirklich einfach zubereitet ist.

2 Kommentare

  1. Das sieht ja wirklich phantastisch aus, obwohl Schweinefilet bei mir in der gleichen Liga wie Hühnerbrust spielt . . .

    Was die Sardellen angeht: I agree!!!!!!

    Auf dieses Bohnengemüse habt Ihr mich jetzt neugierig gemacht.

  2. Pingback: Spargelsalat mit Erdbeeren und Mohn | Meisenfütterung BBQ

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