Meisenfütterung

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Burger von der Plancha mit Whiskey Sauce

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Der lange Weg der Plancha

Als wir kürzlich wegen des Dutch Oven Cook Off auf der Bavarian BBQ Week waren, sind wir dort über einen Stand gestolpert. An diesen haben Mona Leone und Chris Stanford ihre Planchas vorgeführt. Wir hatten in letzter Zeit schon Aufsätze für Kugelgrills gesehen, welche eine ähnliche heiße glatte Fläche bieten. Da man da einiges drauf grillen kann, hatte ich mich schon zuvor dafür interessiert.  Deshalb waren wir  nach kurzer Zeit am Stand hin und weg. Wie schnell man Dinge bei der hohen Hitze garen kann und wie schnell das Grillgerät danach wieder sauber ist.

Als nicht sehr originelle aber zweckmäßige Einweihung haben wir uns für einen Burger entschieden. Auch hier wollten wir etwas Neues probieren. Einer unserer Grillfreunde hatte uns begeistert vom Burger-Hackfleisch seines Lieblingsmetzgers erzählt. Das musste probiert werden. Hier also die Geschichte von der langen Reise der Plancha und der kurzen Reise des Hackfleisches.

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Unsere Begeisterung für die Plancha war geweckt. Mona & Mona verstanden sich auf der Stelle blendend. Dass es etwas besonderes ist  jemanden mit gleichen Vornamen zu treffen, kann ich persönlich zwar nicht nachvollziehen, aber egal. Mona und Chris sind aber nicht nur sympathisch, sondern auch wahre Plancha -Experten. Beim Fire&Food Verlag sind sie sogar für das Placha Bookazine verantwortlich, welches wir uns natürlich gleich haben signieren lassen.

Plancha (001 von 001)

Während wir noch überlegten, ob die Investition derzeit ins Budget passte, wurde uns ein gutes Angebot für das Messe-Vorführgerät gemacht. Da konnten wir nicht mehr nein sagen. Zu diesem Zeitpunkt wussten die beiden noch nichts von unserem Blog. Also auch wenn dieser Bericht in unserer Freude über das neue Sportgerät etwas nach Werbung klingt, versichere ich, dass dies kein bezahlter Beitrag ist.

Kommen wir zur Reise. Falls ihr es nicht schon gesehen habt, so sah unser Auto bei der Abreise nach München aus:

DOCO Auto

Gefühlt war er bereits ohne Plancha bei der Abreise noch voller. Da hätten wir sie nicht mehr rein bekommen. Dazu kam, dass die Plancha Sonntags gegen 16:00 abgeholt werden sollte. Da Hund und Kinder warteten und wir noch über 600 km vor uns hatten, mussten wir früh los kommen. 

Das Team von Don Marcos Barbecue hat sein Lager in Gelsenkirchen. Das ist nicht weit von uns. Und die waren auch gerne bereit, das Ding mitzunehmen. Allerdings hatten sie keinen Platz das Gerät von Sonntag bis Dienstag (Messeendete) zu lagern. Da war uns Christoph Oberleiter von Oberleiter Grill & BBQ Store behilflich, der die Plancha solange in seinem Fahrzeug lagerte. Allen sei hier noch einmal herzlich gedankt. Und nicht zu vergessen natürlich der Olli von den BBQPottBoys, der den Unterschrank mit nach Bochum brachte und sogar frei Haus lieferte. 

Es macht Spaß zu sehen, wie die Grillgemeinschaft zusammen hält und sich hilft.

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War noch was? Ach, die Burger!

Der Burger, den wir gemacht haben, sollte etwas besonderes sein. Ich bin kein Freund der mega hohen „Alles mit Allem“. Die sind zwar (manchmal) eindrucksvoll, aber erstens kann man sie kaum essen und zweitens haben sie oft keine Richtung. Also entschieden wir uns für eine einfach Variante. Hauptdarsteller sollten das Fleisch und die Whiskey Sauce sein.

Zutaten für die Sauce:

  • 1 Tl Dijon Senf*
  • 50 ml Whiskey
  • 4 El Tomatenmark
  • 3 El Balsamico
  • 3 El Honig
  • 2 Tl Worchestersauce
  • 2 Tl Sojasauce
  • 3 Scheiben Zitrone
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Tl Olivenöl
  • 1/2 Tl Chiliflocken
  • Salz & Pfeffer

Zutaten Burger:

  • Burger-Hack
  • Buns (Burgerbrötchen)
  • etwas grüner Salat
  • Tomaten Zwiebeln
  • Käse nach Geschmack (Hier Cheddar und Blauschimmelkäse.)

Für die Sauce wird zuerst Knoblauch fein gewürfelt. Dann kommen alles in einen Topf und wird aufgekocht. Nachdem es ein viertel Stündchen geköchelt hat, noch abschmecken und die Zitronen entfernen. Idealerweise kann die ein paar Stunden, oder über Nacht, durchziehen.

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Das Burgerfleisch stammt von einer Fleischerei in Wattenscheid, die auch ein Burgerrestaurant beliefert. Zum Glück haben die Freitags einen Stand auf dem Markt in unserem Stadtteil. Da haben wir das einfach hin bestellen lassen. Leider weiß ich nicht genau, aus welchem Fleisch das besteht. Soviel ich weiß, aus einer Mischung aus Stücken des Vorderviertels und Rücken.

Die Buns, die das Burgerrestaurant benutzt, liefert der Metzger bei Bedarf gleich mit. Und da haben wir nicht nein gesagt. Alternativ empfehle ich die Buns nach Jörn selber zu machen.

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Nun wird das Burger-Hack zu Patties geformt und von jeder Seite ein paar Minuten auf der Plancha gebraten.

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Kurz bevor sie so weit sind, kommt der Käse darüber. Hier hat die Plancha einen Nachteil. Die Hitze kommt nur von unten. Aber für dieses Problem gibt es eine Lösung: die Garglocke oder auch Cloche.

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Diese wird über die Burger gestülpt und somit wird die Hitze eingefangen. Meine ist selbst gebaut. Die Möbelgriffe „Värde“ und die Salatschüssel „Blanda Blank“ von Ikea reichen hierfür vollkommen aus. Ein Loch in den Boden gebohrt, die Schraube vom Knauf gekürzt, zusammen geschraubt… fertig.

Schließlich werden die Buns noch etwas angeröstet.

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Über den Zusammenbau muss ich nicht viele Worte verlieren. Alles in der gewünschten Reihenfolge auf den Burger legen und rein beißen.

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Mir gefällt er.

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Das Burger-Hack ist ein Knaller. Ich glaube, dass werden wir öfter nehmen, wenn es wieder Burger geben soll. So machen Burger Spaß!

Hast du einen Tipp für einen besonderen Burger? Dann würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Ein Kommentar

  1. Klasse Burger, sowas fetzt!

    Wegen des Transportproblems… ich hätte Mona nen Zugticket spendiert und sie morgens rechtzeitig in den Zug gesetzt, dann nach mittags gemütlich mit Plancha auf dem Beifahrersitz Richtung Heimat 😉

    Ne, nur Spaß! Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Grillgemeinschaft zusammenhält!

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